
Neujahrsempfang 2025
Neujahrsempfang 2025
Am 17. Januar 2025 fand der Neujahrsempfang der Stadt im Bürgerhaus Selm statt. Dieser stand im Zeichen der "HEIMAT". Zwei Jubiläen bildeten den Mittelpunkt der Veranstaltung:
"50 Jahre kommunale Gebietsreform in NRW und damit die Entstehung der neuen Gemeinde Selm" und
"100 Jahre Heimatverein Selm e.V."
Mehr als 350 Bürgerinnen und Bürger feierten im Bürgerhaus. Dabei präsentierten die Heimatvereine Bork, Cappenberg und Selm, sowie die digitale Geschichtsplattform "VIRTEUM" ihre ehrenamtliche Arbeit. Mit einer Videopräsentation und mehreren Stellwänden mit Plakaten wurde gezeigt, was die vier Organisationen für die Stadtgesellschaft in unserer Stadt leisten. Vielen war dies noch unbekannt. Aber das haben wir an diesem Abend geändert und viel Lob erhalten.
Veranstalter des Empfangs sind in jedem Jahr die Stadt Selm, die Selmer Handwerkerrunde, Werbegemeinschaft und der Wirtschafts- und Kulturförderverein.
Hauptredner des Abends waren Selms Bürgermeister Thomas Orlowski und der Vorsitzende des Selmer Heimatvereins Bernd-Hubert Baumeister. Zum kulturellen Rahmenprogramm gehörte der Männergesangsverein Bork. Dessen Sänger traten als "singende Kiepenkerle" auf die Bühne und sangen mehrere Lieder.
Mit der "Freiherr-vom-Stein-Medaille der Stadt Selm wurden im Jahr 2025 drei engagierte Menschen geehrt. Der ehemalige Staatsminister und Verwaltungsreformer Reichsfreiherr Karl von und zum Stein war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte der Stadt Selm. Sein Wirken als Kommunalreformer wirkt auch heute noch in vielen Bereichen nach. Sein Altersruhesitz bis zu seinem Tode 1831 war das Schloss Cappenberg. Der Reichfreiherr von und zum Stein ist heute Namensgeber für die gleichnamige Medaille. Ihre Einführung geht auf die Initiative von Bürgermeister Mario Löhr zurück. Der Bürgermeister möchte mit dieser Medaille Menschen auszeichnen, die sich um das Wohl der Stadt Selm verdient gemacht haben. Das können ehrenamtlich Tätige sein oder andere Persönlichkeiten. Der Bürgermeister entscheidet darüber, wer eine Freiherr-vom-Stein-Medaille verliehen bekommt. Erster Träger der Medaille war im Jahr 2015 Norbert Rethmann. Mario Löhr überreichte ihm die Medaille anlässlich der Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Selm. Mehr Informationen findet man auf der Homepage der Stadt Selm: https://www.selm.de/bildung-soziales/gesundheit-soziales/buergerschaftliches-engagement/freiherr-vom-stein-medaille.html
Große Verdienste für ihre Heimat haben die drei Preisträger des Jahres 2025 sich erworben: Egon Schmidt, Hans W. Schumacher und Pater Tobias Breer. Alle drei setzten sich in den vergangenen Jahrzehnten für die Stadt Selm und ihre Menschen in besonderer Weise ein.
Egon Schmidt unter anderem als langjähriges Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister sowie in leitender Funktion bei mehreren Vereinen.
Hans Wilhelm Schumacher hat sich für die Selmer Chorlandschaft stark gemacht. Er hat mehrere Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre gegründet und diese über viele Jahre geleitet. Auch sein jahreslanges Engagement für die Stiftung „Menschen für Menschen“, für die er mehrere zehntausende Euro in Selm und Umgebung gesammelt hat, ist beispielhaft.
Und mit Pater Tobias Breer wurde ein Geistlicher geehrt, der mit seinen Marathons bereits über 2 Millionen Euro Spendengelder erlaufen hat. Viele tausend Euro davon sind in den vergangenen Jahren dank des Gottfried-Marathons in Cappenberg in Selm verblieben.
Ihnen allen dankte Bürgermeister Thomas Orlowski für ihren Einsatz.
In seiner Rede stellte der 1. Vorsitzende des Selmer Heimatvereins Bernd-Hubert Baumeister die Rolle der drei Heimatvereine Bork, Cappenberg und Selm und deren Bedeutung für die Stadtgesellschaft dar:
Sehr geehrter Herr Landrat, Herr Bürgermeister, sehr verehrte Gäste.
"Der Heimatverein Selm feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Ziel unseres Vereins ist es, sich nicht nur für die Vereinsmitglieder, sondern für die gesamte Stadtgesellschaft einzusetzen. Heimatvereine bewahren das Brauchtum und die Historie. Heimatvereine schützen die Umwelt. Heimatvereine prägen Gegenwart und Zukunft, weil sie die Vergangenheit kennen und Lehren daraus ziehen.
Beispiele unserer Arbeit sind:
1. Das Wander- und Radwandernetz
2. Historische Stätten in unserer Stadt
3. Die Bewahrung von Traditionen
Mehr als 100 Kilometer Wander- und Radwanderwege gibt es in unserer Stadt. 180 Ruhebänke, die verschiedene Träger aufgebaut haben, werden regelmäßig von den drei Selmer Heimatvereinen befahren, Schäden gemeldet und ggf. vom Ehrenamt beseitigt. Auf Initiative der Heimatvereine gibt es 180 Notfallschilder, die den Rettungsdienst zu jedem Punkt lotsen. So ist jede Ruhepause gut gesichert.
Denkmäler, wie die Femestätte, die Hügelgräber und der Altstadtbrunnen. Hinweisschilder aus Bronze, die über geschichtliche Stätten berichten. Auch diese wurden von den Heimatvereinen errichtet und werden regelmäßig betreut. Nicht nur in Selm, sondern auch in Bork und Cappenberg. Hier seien Wegekreuze, die Nepomuk-Statue und das Freiherr-vom Stein-Denkmal genannt.
Stadtteilfeste, Osterfeuer, Schnadegänge, Adventsmärkte. Viele Traditionen pflegen wir. Diese bereichern unser Leben. Und deswegen gehören diese fest zu unserem Jahresprogramm, die wir als Heimatvereine pflegen. Am Jakobsbrunnen findet unser Osterfeuer zusammen mit dem Verein „Selmer helfen Selmern“ statt. Schnadegänge erinnern daran, dass man seit Jahrhunderten prüft, ob die bestehenden Gemeindegrenzen eingehalten werden. Was früher wichtig war zu prüfen, ist heute eine Form der Geselligkeit, die den Zusammenhalt der Heimatvereine aus verschiedenen Städten fördert. Die drei Heimatvereine pflegen eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt und verschiedenen Organisationen. Wir danken hierfür und wir danken allen unseren Sponsoren, die unser ehrenamtliches Engagement für die Stadtgesellschaft unterstützen. 100 Jahre Heimatverein Selm ist ein Erfolg aber auch eine Verpflichtung sich weiter für unsere Heimat einzusetzen.
Im Juni findet das Stadtfest statt. Am 22. Juni 2025 soll der verkaufsoffene Sonntag im Zeichen der Heimatgeschichte stehen. Hierzu sind diverse Aktionen geplant. Wir freuen uns über jeden, der mitmacht und uns unterstützt, eine außergewöhnliches Stadtfest zu feiern. Wer Ideen hat und sich beteiligen möchte, kann sich an Herrn Ruschenbaum bei der Stadt Selm melden. Wir freuen uns die positive Entwicklung unserer Stadt darzustellen. Denn Geschichte ist nicht nur Steinzeit, Mittelalter oder das vorherige Jahrhundert. Jeder Tag wird zur Geschichte. Und jeder Tag mit einer guten Idee und einer guten Tat hilft uns allen. Vielen Dank."
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